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ALORS CARCASSE

Eine Figur, so zart wie eigensinnig, steht auf einer Schwelle, die sie überschreiten möchte, ohne zu wissen wie und warum. Das radikale Prosagedicht von Mariette Navarro erinnert in seiner hartnäckigen Verweigerung an Herman Melvilles Bartleby, der mit der Welt, mit den anderen, mit seiner Zeit ringt. Holzstäbe lassen flüchtige Bilder entstehen, die den ungreifbaren Körper von Carcasse durchziehen.

ALORS CARCASSE

BÉRANGÈRE VANTUSSO
COMPAGNIE TROIS-SIX-TRENTE

FRANKREICH / KREATION

MI 12. FEBRUAR / 20H
DO 13. FEBRUAR / 19H
FR 14. FEBRUAR / 20H

GRANDE SCÈNE
90’ / AB 14 JAHREN

Wer ist denn Carcasse? Eine Figur, so zart wie eigensinnig, steht auf einer Schwelle, die sie überschreiten möchte, ohne zu wissen wie und warum. Das Prosagedicht von Mariette Navarro (die an der Ecole du TNS Dramaturgie studierte) erinnert in seiner hartnäckigen Verweigerung an Herman Melvilles Bartleby und Henri Michaux‘ Plume, der mit der Welt, mit den anderen, mit seiner Zeit ringt. Gern wäre Carcasse dagegen, aber er ringt mit. Dieser unbewegliche, in Handlungsohnmacht erstarrte Held weigert sich, am Fließen der Welt teilzunehmen und sich im Blick der anderen zu konstruieren. Die Regisseurin Bérangère Vantusso fasst ihn als fiktiven, ungreifbaren Körper auf, der gar nicht zu inkarnieren wäre. Vielstimmig geben Marionetten- und Schauspieler dieser melodischen, radikalen Sprache Klang, welche die inneren Landschaften und Sehnsüchte umreißt. Holzstäbe werden zu Rahmen, die manipuliert werden und mal eine Gestalt bilden, mal ein Gebirge, ein Gefühl oder ein flüchtiges Bild.

Nach einer Schauspielausbildung am Centre dramatique national in Nancy begegnet Bérangère Vantusso 1998 im Studium an der Sorbonne Nouvelle erstmals der Marionette. Als Figurenspielerin arbeitet sie mit François Lazaro, Émilie Valantin, Michel Laubu und Sylvie Baillon zusammen. 1999 sammelt sie mehrere Künstler um sich und gründet die compagnie trois-six-trente, für die sie bis 2018 alle Stücke inszeniert. Diese zeichnen sich durch einen hyperrealistischen Ansatz aus, der Theater und zeitgenössische Marionettenkunst vereint. Seit Januar 2017 leitet sie das Studio-Théâtre in Vitry. Im TJP zeigte sie bisher Le Rêve d’Anna, L’Institut Benjamenta, Le Cercle de craie caucasien und Longueur d’ondes

troissixtrente.com

Foto Ivan Boccara